08.02.2021, von Christopher Kroll, Alexa Kuszlik

Eissturm „Tristan“ fordert THW Herne

Helfer des Technischen Hilfswerks Herne haben in weiser Voraussicht bereits am vergangenen Samstag Einsatzfahrzeuge mit Schneeketten ausgerüstet – tatsächlich erreichte am Montag darauf den Ortsverband die erste Anfrage wegen des Schneesturms „Tristan“.

Im Rahmen eines Hilfeersuchens bat die Stadt Herne um Unterstützung bei der Schnee- und Eisräumung auf dem Parkplatz der Gysenberghalle.

 

 

Eisräumung auf Impfzentrum-Parkplatz

 

Das Gelände wird zur Zeit vorrangig als Parkfläche für das nahegelegene Corona-Impfzentrum genutzt. Da der Impfbetrieb in diesen Tagen starten soll, hatte die Anfrage entsprechende Dringlichkeit.

Der Herner Ortsverband alarmierte Helfer der Bergungsgruppe und der Fachgruppe N, um mit ihren Großfahrzeugen die mehrere Zentimeter starke Eisdecke auf dem Parkplatz zu brechen. Nachdem das gelungen war, entfernten Helfer der Fachgruppe R die Schnee- und Eismassen mit einem Radbagger. Die Arbeiten des THWs Herne am Gysenbergpark dauerten bis in den späten Montagabend.

 

Viele Einsatzanfragen von Stadt und Polizei

 

Doch es blieb nicht bei diesem Einsatz im Zuge des Schneesturms, weitere Einsatzanfragen von Stadt und Polizei erreichen Schlag auf Schlag die Herner THW-Unterkunft an der Hunbergstraße – zwecks Koordination wurde ein LuK-Stab eingerichtet. Im Wesentlichen handelte es sich um Bergungs- und Schleppaufträge für Lkw. Viele hatten sich an den unterschiedlichsten Stellen im Stadtgebiet festgefahren – primär jedoch an oder in der Nähe von Autobahnauffahrten zur BAB 42. Dadurch sorgten sie für Verkehrsgefährdungen und Staus. Um schnell zu helfen, rückten die Bergungsgruppe und die Fachgruppe N vom Gysenberg ab und begannen mit der Bearbeitung der Einsatzaufträge.

 

Zwanzig Fahrzeuge geborgen und abgeschleppt

 

Auf dem Weg zu den Einsatzstellen mussten zusätzliche Kfz-Bergungen erledigt werden, um die Fahrt der Einsatzfahrzeuge fortsetzen zu können. Bis in den späten Montagabend wurden so rund 20 Fahrzeuge geborgen und viele auch abgeschleppt. Zur weiteren Unterstützung wurde neben GKW 1 und MLW 4 auch MLW 2 eingesetzt, um die aufgrund des beginnenden Feierabendverkehrs immer enger getakteten Aufträge zeitnah abarbeiten zu können. Zeitweise wurde auch der MTW OV als Sicherungs- und Lotsenfahrzeug hinzugezogen.

Die Einsatzkräfte wurden intern durch die THW-Logistik verpflegt. Insgesamt engagierten sich während des Tristan-Schneechaos' in Herne 18 THW-Helferinnen und Helfer ehrenamtlich im Einsatz, der am Montagabend gegen 23:30 Uhr endete.


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