Herne, 26.09.2021, von Andreas Dauber

Eröffnung an der Hunbergstr.

Am letzten Samstag im September, wurde die neue Unterkunft des Ortsverbandes Herne auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofes Herne-Horsthausen offiziell eingeweiht. Mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Behörden und anderen Hilfsorganisationen feierten die Herner Helferinnen und Helfer die Eröffnung ihrer neuen Liegenschaft.

In der für diesen Anlass festlich geschmückten Fahrzeughalle begrüßt der stellvertretende Ortsbeauftragte Thomas Loscher die Gäste und übergab das Wort für die Festrede an den Landesbeauftragten des Technischen Hilfswerkes Nordrhein-Westfalen Dr. Hans-Ingo Schliwienski.

Dieser nutzt zunächst aber die Gelegenheit, eine behördliche Formalie nachzuholen. Denn durch die seit März 2020 anhaltenden COVID-19 Pandemie, hatte Dr. Schliwienski als Leiter der vorgesetzten THW Dienststelle, noch keine Möglichkeit dem seit 01.07.2020 im Amt des Ortsbeauftragten für Herne eingesetzten Andreas Dauber seine Berufungsurkunde zu überreichen.

Das THW-Heim

Im Anschluss daran analysierte Dr. Hans-Ingo Schliwienski in seiner Festrede zur Einweihung der neuen Unterkunft warum das THW seine Ortsverbandsliegenschaften Unterkünfte nennt, obwohl eine Unterkunft laut Definition eine „Bleibe mit Übernachtungsmöglichkeit“ ist.  Zwar gäbe es in bestimmten Fällen auch die Möglichkeiten im Ortsverband zu übernachten, aber eine wirkliche Herberge wäre ein THW Unterkunft nicht. Aber viel mehr wäre diese ein Heim, der Ort wo die Mitglieder des Ortsverband vieles erlebt und ganz besonders den kameradschaftlichen Umgang pflegen.

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt und Bundestagsabgeordnete Michelle Münterfering stellte in ihrem Grußwort die Bedeutung von modernen und zweckmäßig Liegenschaften für die Einheiten des Bevölkerungschutzes in den Vordergrund. Sie hat die Bemühungen für eine neue Unterkunft für den Ortsverband Herne, von der ersten Minute der Planungsphase politisch unterstützt. Die Worte ihres Vorredners nahm sie auf, und kreierte in typischen Ruhrgebiets Mundart den neuen Namen für die neue Unterkunft „Dem Dauber und seinen Kollegen, Ihr Heim

Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda überbrachte in seinem Grußwort die Freude, das in Deutschlands kleinsten Großstadt jetzt zwei moderne Liegenschaften des zivilen Bevölkerungsschutzes der Bundesrepublik errichtet wurden. Neben der bereits im Oktober letzten Jahres eröffneten Unterkunft des Ortsverbandes Wanne-Eickel, steht nun auch die Liegenschaft des Ortsverbandes Herne zu Verfügung. In Einsätzen wie dem Schneesturm im Februar und dem Hochwasser im Juli kann die Stadt Herne mit der Unterstützung der Helferinnen und Helfern des Technischen Hilfswerkes immer rechnen. Dafür dankte Dr. Dudda allen Mitgliedern für ihren Einsatz in der Stadt und allen anderen Schadensgebieten.

Dr. Steven Engler als geschäftsführender Gesellschafter der E-Gruppe beglückt wünschte den Ortsverband für diese neuen modernen Räumlichkeiten. Als Vertreter des Eigentümers berichtet er über die Bauphase und bedankte sich bei den beteiligten über gute Zusammenarbeit, auch wenn es über die Bauzeit unterschiedlichste Herausforderungen für alle Beteiligten gab. Dr. Engel brachte seine Freude zum Ausdruck, das Grundstück an der Hunbergstr. so einen für die Gesellschaft bedeutende Mieter bekommen hat.

Für die örtliche Gefahrenabwehr in Herne sprach Branddirektor Marco Diesing ein Grußwort und beglückwünschte die Kameradinnen und Kameraden des Ortsverbandes zu einer so schönen und modernen Unterkunft. Diesig der während seiner Ausbildung zur Feuerwehrlaufbahn im höheren Dienst, schon einmal für ein paar Monate einen intensiven Einblick in das THW hatte, berichtete in einem kameradschaftlichen „Lagerfeuergespräch“ über den geplanten Neubau der Hauptfeuerwache in der Nachbarschaft zur jetzigen THW-Unterkunft und erklärte sein persönliches Bedauern aus, dass die Hauptwache nicht wie ursprünglich geplant, der direkte Nachbar des Ortsverbandes auf dem Gelände des alten Güterbahnhofes wird.

Zum Abschluss der Gastredner überreichten Frau Juliane Ruth und Melanie Kuhn von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben dem stellvertretenden Ortsbeauftragten Thomas Loscher und dem Ortsbeauftragten für Herne den obligatorischen Schlüssel für die neue Unterkunft. Dieser wird in der Zukunft im Eingangsbereich der Unterkunft alle Helferinnen und Helfer, sowie alle Gäste an den Bezug der Unterkunft zum 01. November 2020 erinnern.

Das Schlusswort des Festaktes sprach der neue Hausherr, der Ortsbeauftragte Andreas Dauber bedankte sich bei seinen Vorrednern. Über ein Zitat des französischen Schriftstellers André Gide,

„Wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere“

verdeutlichte Dauber den Festgästen, dass der Einzug in die neue Unterkunft die wichtigste Veränderung der vergangenen und der kommenden Jahre sei. Neben der örtlichen Veränderung, ist der Umzug auch eine emotionale Veränderung die den Weg in die Zukunft freimacht und auch die Chance gibt, sich von nicht mehr benötigtes Material aus den Lagern zu befreien. So auch von dem in der Regionalstelle berüchtigte Klappklobenlager des Ortsverbandes. Als Symbol des des Aufbruches wurde der letzte in diesem Lager befindliche Klappkloben vergoldet und dem Leiter der Regionalstelle Bochum Frank Kliche überreicht. 

Zum Ende des Festaktes ertönte die Nationalhymne.

Mit der musikalischen Begleitung des Duo Corretto, Fingerfood, vielen Gesprächen und natürlich einem Einblick in die neue Unterkunft endete die offizielle Einweihung mit geladenen Gästen. Der Abend gehörte dann den Helferinnen und Helfern mit ihren Familien auf einer großen Helferparty.


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